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ISA - Integration statt Ausgrenzung

An wen richtet sich das Projekt:

  • Jugendliche und junge Erwachsene zw. 18 und 35 Jahre
    junge gemeldete Arbeitslose und Langzeitarbeitslose

Wie können wir helfen?

  • individuelle Einzelbetreuung
  • bedarfsgerechte Unterstützung im wöchentlichen Kontakt
  • feste Ansprechpartner

Was bieten wir an?

  • Hilfestellung und Anleitung in verschiedenen Lebenssituationen
  • Unterstützung bei der beruflichen und sozialen Integration
  • berufliche Orientierung
  • Entwicklung realistische Perspektiven
  • Informationen zu regionalen Unternehmen
  • Bewerbungscoaching/ Jobcoaching
  • Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung
  • Stabilisierung der Beschäftigung

Ziel:

  • Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 35 Jahren, deren Zugang zu Arbeit oder Ausbildung aus mehreren individuellen oder strukturellen Gründen erschwert ist
  • Stufenweise und nachhaltige Integration in Ausbildung oder Beschäftigung

Projektlaufzeit:

01.07.2015 – 30.06.2019

 

weitere Informationen:

Flyer zum Download: Hier!

 

Durchführungsorte/Kontakte

Güstrow Wismar Neubrandenburg / Rostock / Stralsund

Frau Dittmann
Fon: 03843 – 465 19 10
regina.dittmann@bilse.de

Herr Schaumann
Fon: 03841 - 303 309 023
maik.schaumann@bilse.de

Frau Glander
Fon: 0395 – 56 38 724
andrea.glander@bilse.de

Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

 

Das Bundesprogramm „Integration statt Ausgrenzung (IsA)“ wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

 

Best Practice Beispiel für die Umsetzung des IsA Projektes in Wismar

Beschreibung der Eingangssituation:

Die Teilnehmerin trat im Juni 2017 in das Projekt ein. Sie war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt und besitzt die allgemeine Hochschulreife. Die Ausbildung zur Ergotherapeutin wurde abgebrochen. Der Abbruch der Ausbildung erfolgte wegen persönlichen und strukturellen Gründen. Ein psychologisches Gutachten ergab die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter. Aus dem Krankheitsbild ergaben sich diverse Problemlagen. Weiterhin bestand keine adäquate Therapiemöglichkeit. Aus der Gesamtsituation resultierte eine Überforderung und nach Aussage der Teilnehmerin gefühlte Perspektivlosigkeit.

 

Beschreibung der getroffenen Maßnahmen:

Im Einzelgespräch wurde vorerst der Ist-Zustand erfasst. Probleme bestanden in der Strukturierung des Alltags, dem Umgang mit Behördenpost, dem Setzen von persönlichen Prioritäten, finanzieller Art, sowie einer ungünstigen Wohnsituation.

Im Einzelcoaching wurden die Probleme detailliert analysiert und besprochen. Hinsichtlich finanzieller Probleme und dem Umgang mit Behördenpost wurden mit der Teilnehmerin konkrete Vorgehensweisen diskutiert. Durch einen Umzug konnte eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Die Umsetzung der besprochenen Ziele erfolgte sukzessive. Die Sinnhaftigkeit der getroffenen Maßnahmen wurde im laufenden Prozess deutlich sichtbar. Die Teilnehmerin wurde ermutigt, sich den eingangs beschriebenen Herausforderungen zu stellen. Dies gelang ihr bereits nach kurzer Zeit überwiegend selbst.

Gruppencoaching wurde gezielt eingesetzt zur Förderung und der Entwicklung neuer Ideen zur Lebensplanung. Diese bestanden in den folgenden Bereichen: Aktivitäten Planung, Konstruktives Denken, Soziale Kompetenz und Systematisches Problemlösen. Im Anschluss ergaben sich das Interesse und die darauf folgende Teilnahme an einem Rückenschulkurs und einem Mentalcoaching. Der Rückenschulkurs führte dazu, dass die Teilnehmerin ihr persönliches Ziel nach mehr sportlicher Aktivität umsetzten konnte. Konkret wurde die Sportart Yoga in die Tagesplanung integriert und bewirkte eine Verbesserung der körperlichen und mentalen Gesundheit.

Das Mentalcoaching stärkte das Eigenbewusstsein und führte zur Auflösung von schädlichen Glaubenssätzen. Zum Umgang mit Stress wurden wirksame Methoden an die Hand gegeben.

 

Stand der Dinge:

Der Austritt  erfolgte mit erfolgreicher Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit im Januar 2018 mit anschließender Nachbetreuung zur Sicherung der Nachhaltigkeit der erreichten Ergebnisse. Die Teilnehmerin erkannte innerhalb kürzester Zeit die Sinnhaftigkeit der angebotenen Unterstützung. Dies äußerte Sie verbal und zeigte es durch absolute Zuverlässigkeit von getroffenen Terminabsprachen und Erledigung von abgesprochenen Aufgaben. Die Teilnehmerin äußerte sich dahingehend, dass die geführten Einzelgespräche sie positiv beeinflussten. Insgesamt ergab sich eine deutliche Verbesserung der psychischen Situation und des allgemeinen Selbstvertrauens. Daraus resultierte die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im sozialtherapeutischen Bereich. Dadurch konnte eine berufliche Neuorientierung und eine deutliche Verbesserung der finanziellen Situation erreicht werden.

In der Nachbetreuung erfolgten weiterhin regelmäßige Einzelgespräche. Das übergeordnete Ziel der Teilnehmerin nach Berlin zu ziehen und eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu beginnen konnte im Juni 2018 erreicht werden.