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Landestag in Güstrow vor den Türen des BilSE-Institutes

Während der eine oder andere Bauer im Land am 9. und 10. Juni schon die Gerstenernte einfuhr, hielt der Arbeitskreis Junglandwirte mit Landfrauen und engagierten Landwirten beim Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Güstrow die Stellung. Was bringt die Öffentlichkeitsarbeit an so einem Tag eigentlich? Und wie zieht man Besucher an? Der Arbeitskreis Junglandwirte hat das mal analysiert.
 

Anziehungspunkt Melkstation
Ein Anziehungspunkt des Standes war vor allem die Melkstation, an der Bürger sich im Melken üben konnten. Auch Gespräche mit den Handpuppen Kuh Brunhilde und Schwein Rosalie von Vizeprasidentin Heike Müller, die stellvertretend für ihre Artgenossen Rede und Antwort standen, sowie der Dauerbrenner Probesitzen im Traktor zogen die Massen an. Besucher trauten sich auch an die Erkennung der ausgestellten Feldfrüchte heran, wobei die Kartoffel auf Anhieb erkannt wurde, es bei den Getreidearten hingegen öfter zu Verwechslungen kam. Die Silage enttarnte den Kenner. Auch das Angebot der Landfrauen kam sehr gut an. Liebe geht durch den Magen; handgemachten Fruchtaufstrichen und  Chutneys  aus  heimischem Wildobst konnten viele Besucher nicht widerstehen. Fazit: Ob Gespräche, Melktest, Marmeladenverkostung oder das Probesitzen im Trecker, alles was auf dem Prinzip "mitmachen" beruhte, kam gut an. Der Fantasie scheinen hier keine Grenzen gesetzt. Was interessiert die Konsumenten? Das Kälberiglu provozierte Fragen: Warum werden Kälber direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt? Warum werden sie einzeln gehalten, und was bekommen sie zu fressen?

Infostand zum Landestag hat Sinn
Andere Fragen drehten sich um die Lebensmittelqualitat, die Gesundheit und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Zum Beispiel: Woher kommen die Keime auf Geflügelfleisch? Was macht man gegen Kartoffelschorf? Wie war das mit Glyphosat? Ja, auch Bio war immer wieder ein Thema. Es zeigte sich, dass Konsumenten vielseitig interessiert sind und den Kontakt zu Landwirten aufnehmen, wenn sie ihn auf einfache Art und Weise haben können. Ein Infostand an so einem Tag ist sinnvoll. Die Landwirtschaft hat mit ihrem Angebot nicht nur Kinderaugen zum Strahlen gebracht, sondern auch viele Eltern verblüfft, die Vorurteile über Bord warfen. Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich, wir brauchen jeden Konsumenten, der die Landwirtschaft besser versteht - und dies auch seinen Kindern näherbringen kann.

Autor: Mathias Schmidt, Nicole Gotschall

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