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Galloway-Stammtisch 2016

Galloway-Stammtisch 2016, Zwillingshof Rühe in Damm, 13.03.2016

Die praktische Geburtshilfe und die Direktvermarktung waren in diesem Jahr Themen des Galloway-Stammtisches des Bundesverbandes Deutscher Galloway-Züchter e.V.

Dabei gelten die imposanten Robustrinder als besonders leichtkalbige Rasse, werden häufig in der extensiven Grünlandnutzung eingesetzt. Ihr Fleisch gilt unter Liebhabern schmackhafter Steaks als Geheimtipp, da es bei sachkundiger Behandlung durch feine Marmorierung und Zartheit überzeugt.  In der Regel gelangt das Fleisch über den Weg der Direktvermarktung zum interessierten Konsumenten. Galloway stammen häufig aus Hobbyzuchten oder werden im Nebenerwerb von Landwirten und Nichtlandwirten gehalten. Der Bundesverband Deutscher Galloway-Züchter e.V. vereint in seinem Verband interessierte Gallowayhalter und veranstaltet für diese einen jährlichen thematischen Stammtisch. Ziel in diesem Jahr war die Sensibilisierung der Teilnehmer zum praktischen Tierschutz und Gesundheitsvorsorge sowie die Unterstützung des Aufbaus von Vermarktungsstrukturen zur Verbesserung des Einkommenserwerbes der Tierhalter. Die Themen weckten hohes Interesse bei den Gallowayhaltern.

Auf Initiative des Zwilligshofes Rühe in Damm bei Parchim folgten in diesem Jahr am 13.03.2016 mehr als 40 Gallowayhalter aus MV sowie Brandenburg und Niedersachsen der Einladung nach Mecklenburg-Vorpommern. Positiv überrascht zeigte sich Frau Wille (BDG) über die zahlreiche bundeslandübergreifende Teilnahme. Woran erkennt man eine beginnende Geburt? Ab wann sollte der Tierhalter eingreifen oder professionelle Hilfe einfordern? Diese Fragen der praktische Geburtshilfe wurden durch Frau Dr. Fischer-Tennhagen, Veterinärmedizinerin der FU Berlin, beantwortet. Im Stall konnte jeder Teilnehmer unter fachkundiger Hilfe anhand eines Modells selbst die z.T. tierlebensrettenden Handgriffe üben und wurde zur Einhaltung von Hygienestandards sensibilisiert. Der Zwillingshof Rühe, auf welchen aktuell mehr als 100 Gallowayrinder leben, wurde durch Frau und Herrn Rühe eindrucksvoll präsentiert. Hier standen die Besichtigung der Tiere und der Stallanlagen/Weideflächen auf dem Programm. Auch gab Frau Marion Rühe den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die Organisation der Direktvermarktung von Fleisch und Wurstwaren sowie in die vielen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit auf ihrem Hof.

Neben dem Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern hatten diese auch die Möglichkeit zum Erwerb von landwirtschaftlicher Literatur, persönlich präsentiert von Autor Horst Kempa.

Der Galloway-Stammtisch wurde finanziell durch das Land/die EU unterstützt und organisatorisch vom BilSE-Institut begleitet.

Autor: Dr. Britta Ender

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