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Galloway-Stammtisch

Gallowayrinder gelten als besonders leichtkalbig und werden haufig in der extensiven Grünlandnutzung eingesetzt. Das Fleisch der Robustrinder ist unter Liebhabern schmackhafter Steaks ein Geheimtipp, da es bei sachkundiger Behandlung durch feine Marmorierung und Zartheit uberzeugt. In der Regel gelangt es über den Weg der Direktvermarktung zum Konsumenten.

Züchter in Damm Gastgeber
Galloways stammen häufig aus Hobbyzuchten oder werden im Nebenerwerb von Landwirten und Nichtlandwirten gehalten. Der Bundesverband Deutscher Galloway-Züchter e.V. vereint interessierte Halter und veranstaltet jahrlich einen Züchter-Stammtisch. Gastgeber war dieses Mai der Zwillingshof Rühe in Damm bei Parchim. Dorthin waren mehr als 40 Gallowayhalter aus MV sowie Brandenburg und Niedersachsen angereist. Ziel war es, die Züchter noch mehr fur den praktischen Tierschutz und die Gesundheitsvorsorge zu sensibilisieren sowie den Aufbau von Vermarktungsstrukturen zu unterstützen. Marianne Wille vom Bundesverband Deutscher Galloway-Züchter zeigte sich positiv überrascht von den vielen Besuchern aus mehreren Bundeslandern.
Woran erkennt man eine beginnende Geburt? Ab wann sollte der Tierhalter eingreifen oder professionelle Hilfe einfordern? Diese Fragen der praktischen Geburtshilfe wurden von Dr. Carola Fischer-Tennhagen, Veterinärmedizinerin an der Freien Universitat Berlin, beantwortet. Im Stall konnte jeder Teilnehmer unter fachkundiger Hilfe anhand eines Modells selbst die z. T. tierlebensrettenden Handgriffe üben. Dabei wurde betont, wie wichtig es ist, die Hygienestandards einzuhalten. Familie Rühe präsentierte eindrucksvoll ihren Zwillingshof, auf dem derzeit mehr als 100 Gallowayrinder gehalten werden.

Tiere, Ställe und Weiden besichtigt
Die Teilnehmer des Stammtisches hatten ausgiebig Gelegenheit, sich die Tiere, Stallanlagen und Weideflächen anzuschauen. Marion Rühe gab zudem einen umfassenden Einblick in die Organisation der Direktvermarktung von Fleisch und Wurstwaren sowie in die vielen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit auf ihrem Hof.
Die Besucher tauschten intensiv Erfahrungen in der Gallowayzucht aus. Zudem gab es die Möglichkeit, landwirtschaftliche Literatur zu erwerben, die Autor Horst Kempa vorstellte. Der Galloway-Stammtisch wurde finanziell vom Land und der EU unterstiitzt und organisatorisch vom BilSE-Institut begleitet.

Autor: Dr. Britta Ender

Gallowayfärsen auf dem Zwillingshof der Familie Rühe in Damm bei Parchim.

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