Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung

Zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung DE06/54273

Zertifiziert nach AZWV

Single-Ansicht News

01.07.2012

Prüfende Blicke auf das weite Feld der Bürgerarbeit


Knapp zwei Jahre nach dem Start des bundesweiten Modellprojekts „Bürgerarbeit" hatte der Bildungsträger BilSE zu einem Workshop ins Güstrower Bürgerhaus eingeladen. Gekommen waren Mitarbeiter von Jobcentern, Träger von Bürgerarbeit, Vertreter von Kommunen sowie Menschen, die derzeit einen Bürgerarbeitsplatz haben. Unser Mitarbeiter Christian Menzel fragte nach bei Rainer Schätz, Geschäftsführer der BilSE, wie die Situation in der Region ist.

Warum hat die BilSE zum landesweiten Workshop über Bürqerarbeit ausgerechnet nach Güstrow eingeladen?

Mit dem Modellprojekt Bür­gerarbeit haben wir am 1. September 2010 begonnen. Wir waren das erste Projekt in Mecklenburg-Vorpom­mern und hatten also eine Vorreiterrolle. Außerdem liegt Güstrow zentral im Land und ein Workshop zur Bürgerarbeit passt ja auch gut ins Bürgerhaus.

Sie sagten Vorreiterrolle. Wie sieht es denn mit Bür­gerarbeitsplätzen in der Region aus?

Bundesweit gibt es inzwi­schen 33 097 Stellen, davon 1764 in Mecklenburg-Vor­pommern. Davon werden üb­rigens 96 Prozent von soge­nannten Integrationsbeglei­tern unterstützt. Das Ziel von Bürgerarbeit besteht ja darin, über Integration langzeitarbeitslose Menschen wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu vermitteln. Im Altkreis Güstrow haben wir 159, im Altkreis Bad Doberan 100 Bürger­arbeitsplätze. Zu er­wähnen ist, dass in unserer Region schon wäh­rend der Vorbereitungsphase zur Bürgerarbeit 240 Teilneh­mer in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten. Das werten wir als großen Er­folg.

Wo überall kommen Bürger­arbeitsplätze zum Ein­satz?

Die Palette der Bürgerarbeits­plätze ist sehr vielfältig. Sie reicht von Helfertätigkeiten im sozialen Bereich über Ver­kehrserziehung für Kinder bis hin zur Mitarbeit im Heimatverein. In Güstrow gibt es beispielsweise 26 Bürger­arbeitsplätze im Natur- und Umweltpark. Auf dem Work­shop haben wir von Yvonne Gradtke gehört, die bei der AWO die Mädchenorientie­rungswerkstatt leitet und da­neben eine Ausbildung zur Erzieherin durchläuft. Oder in der Freien Schule Güstrow, wo insgesamt vier Projekte umgesetzt werden. Unter an­derem die Umgestaltung von Schulhof und Schulgarten und die Aufarbeitung von technischen Materialien für den Unterricht.

Welche Bilanz können Sie nach knapp zwei Jahren Bürgerarbeit und dem Workshop in Güstrow ziehen?

Ich denke, wir in Güstrow aber auch in den anderen Re­gionen haben uns der Heraus­forderung des neuen Projek­tes gestellt. Alle Akteure zie­hen an einem Strang, um gute Ergebnisse zu erreichen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die gezielte Integrations­begleitung der Teilnehmer notwendig ist und dadurch noch bessere Ergebnisse mög­lich sind. Deshalb hoffe ich, dass die Landesfinanzierung auch für die nächsten Jahre fortgeführt wird.

 

Quelle: Nordkurier (30.06./01.07.2012)


 

BilSE - Institut für Bildung und Forschung GmbH

Kerstingstraße 2
18273 Güstrow

Telefon: 03843 7736-0
Telefax: 03843 7736-199
E-Mail: info@bilse.de