
Zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung DE06/54273
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GÜSTROW Knapp zwei Jahre nach dem Start des bundesweiten Modellprojekts „Bürgerarbeit" hatte der Bildungsträger BilSE vergangene Woche zu einem landesweiten Workshop ins Güstrower Bürgerhaus eingeladen. Gekommen waren Mitarbeiter von Jobcentern, Träger von Bürgerarbeit, Vertreter von Kommunen sowie Menschen, die derzeit einen Bürgerarbeitsplatz haben. In Arbeitsgruppen wurde Bilanz gezogen und die Rolle der Integrationsbegleiter bewertet. Die SVZ fragte nach bei Rainer Schätz, Geschäftsführer des Bilse-Instituts Güstrow, wie die Situation in der Region ist.
Wie sieht es mit Bürgerarbeitsplätzen in der Region aus?
Schätz: Bundesweit gibt es inzwischen 33 097 Stellen, davon 1764 in Mecklenburg-Vorpommern. Davon werden übrigens 96 Prozent von so genannten Integrationsbegleitern unterstützt. Das Ziel von Bürgerarbeit besteht ja darin, über Integration langzeitarbeitslose Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Im Altkreis Güstrow haben wir 159, im Altkreis Bad Doberan 100 Bürgerarbeitsplätze. Zu erwähnen ist, dass in der Region schon während der Vorbereitungsphase zur Bürgerarbeit 240 Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wurden. Das werten wir als großen Erfolg.
Wo überall kommen Bürgerarbeitsplätze zum Einsatz?
Die Palette der Bürgerarbeitsplätze ist sehr vielfältig. Sie reicht von Helfertätigkeiten im sozialen Bereich über Verkehrserziehung für Kinder bis hin zur Mitarbeit im Heimatverein. In Güstrow gibt es beispielsweise 26 Bürgerarbeitsplätze im Natur- und Umweltpark. Auf dem Workshop haben wir von Yvonne Gradtke gehört, die bei der Awo die Mädchenorientierungswerkstatt leitet und daneben eine Ausbildung zur Erzieherin durchläuft. Oder in der Freien Schule Güstrow, wo insgesamt vier Projekte umgesetzt werden. U a. die Umgestaltung von Schulhof und Schulgarten und die Aufarbeitung von technischen Materialien für den Unterricht.
Welche Bilanz können Sie nach knapp zwei Jahren Bürgerarbeit und dem Workshop in Güstrow ziehen?
Ich denke, wir in Güstrow aber auch in den anderen Regionen haben uns der Herausforderung des neuen Projektes gestellt. Alle Akteure ziehen an einem Strang, um gute Ergebnisse zu erreichen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die gezielte Integrationsbegleitung der Teilnehmer notwendig ist und dadurch noch bessere Ergebnisse möglich sind. Deshalb hoffe ich, dass die Landesfinanzierung auch für die nächsten Jahre fortgeführt wird.
Quelle: Güstrower Anzeiger (28.06.2012)
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