Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung

Zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung DE06/54273

Zertifiziert nach AZWV

Single-Ansicht News

28.06.2012

259 Bürgerarbeitsplätze im Landkreis

Landesweiter Workshop zur Bürgerarbeit in Güstrow / Interview mit Rainer Schätz, Geschäftsführer BilSE-Institut Güstrow


GÜSTROW Knapp zwei Jahre nach dem Start des bundesweiten Modellpro­jekts „Bürgerarbeit" hatte der Bil­dungsträger BilSE vergangene Woche zu einem landesweiten Workshop ins Güstrower Bürgerhaus eingeladen. Ge­kommen waren Mitarbeiter von Job­centern, Träger von Bürgerarbeit, Ver­treter von Kommunen sowie Men­schen, die derzeit einen Bürgerarbeits­platz haben. In Arbeitsgruppen wurde Bilanz gezogen und die Rolle der Integ­rationsbegleiter bewertet. Die SVZ fragte nach bei Rainer Schätz, Ge­schäftsführer des Bilse-Instituts Güst­row, wie die Situation in der Region ist.

Wie sieht es mit Bürgerarbeitsplät­zen in der Region aus?

Schätz: Bundesweit gibt es inzwischen 33 097 Stellen, davon 1764 in Mecklenburg-Vorpommern. Davon werden üb­rigens 96 Prozent von so genannten In­tegrationsbegleitern unterstützt. Das Ziel von Bürgerarbeit besteht ja darin, über Integration langzeitarbeitslose Menschen wieder in den ersten Ar­beitsmarkt zu vermitteln. Im Altkreis Güstrow haben wir 159, im Altkreis Bad Doberan 100 Bürgerarbeitsplätze. Zu erwähnen ist, dass in der Region schon während der Vorbereitungsphase zur Bürgerarbeit 240 Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wur­den. Das werten wir als großen Erfolg.

Wo überall kommen Bürgerarbeitsplätze zum Einsatz?

Die Palette der Bürgerarbeitsplätze ist sehr vielfältig. Sie reicht von Helfertätigkeiten im sozialen Bereich über Ver­kehrserziehung für Kinder bis hin zur Mitarbeit im Heimatverein. In Güst­row gibt es beispielsweise 26 Bürgerarbeitsplätze im Natur- und Umweltpark. Auf dem Workshop ha­ben wir von Yvonne Gradtke gehört, die bei der Awo die Mädchenorientierungswerkstatt leitet und daneben eine Ausbildung zur Erzieherin durchläuft. Oder in der Freien Schule Güstrow, wo insgesamt   vier   Projekte   umgesetzt werden. U a. die Umgestaltung von Schulhof und Schulgarten und die Auf­arbeitung von technischen Materialien für den Unterricht.

Welche Bilanz können Sie nach knapp zwei Jahren Bürgerarbeit und dem Workshop in Güstrow ziehen?

Ich denke, wir in Güstrow aber auch in den anderen Regionen haben uns der Herausforderung des neuen Projektes gestellt. Alle Akteure ziehen an einem Strang, um gute Ergebnisse zu errei­chen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die gezielte Integrationsbeglei­tung der Teilnehmer notwendig ist und dadurch noch bessere Ergebnisse mög­lich sind. Deshalb hoffe ich, dass die Landesfinanzierung auch für die nächsten Jahre fortgeführt wird.

Quelle: Güstrower Anzeiger (28.06.2012)


 

BilSE - Institut für Bildung und Forschung GmbH

Kerstingstraße 2
18273 Güstrow

Telefon: 03843 7736-0
Telefax: 03843 7736-199
E-Mail: info@bilse.de