
Zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung DE06/54273
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GÜSTROW Das BilSE-Institut Güstrow bilanzierte gestern auf einer Konferenz den Aufbau eines internationalen Netzwerkes für die Organisation von internationalen Praktika für Azubis aus landwirtschaftlichen Berufsausbildungen. Durch das Institut wurden Stipendien für 40 Azubis, die in der Agrarwirtschaft ausgebildet werden, bei der EU eingeworben. In den vergangenen zwei Jahren absolvierten bisher 29 Azubis berufliche Praktika in den Niederlanden, Frankreich und Estland.
Dazu gehörte auch Holger Hehmann von der GbR Wasdow. Er absolvierte ein dreiwöchiges Praktikum im Elsass. Da war er noch Azubi im Milchhof Alt Sührkow. Für Hehmann war das Praktikum eine wichtige Erfahrung, sowohl fachlich als auch persönlich. Für das Praktikum erhielt er wie auch die anderen Azubis einen Europass der EU. Für den Alt Sührkower war das eine wichtige Ergänzung seines Abschlusszeugnisses und für die Bewerbung in seinem neuen Unternehmen.
In dem da-Vinci-Projekt arbeiteten seit August 2010 Partner aus den Niederlanden, Frankreich, Ungarn, Deutschland und Estland. Ende Juli endet das Projekt. Konkret waren das Vertreter landwirtschaftlicher Berufsschulen, von Fachverbänden und Ministerien. Außer Estland schickten gestern alle Länder Teilnehmer nach Güstrow. Regionaler Partner in Mecklenburg-Vorpommern ist das Bildungswerk der Landwirtschaft beim Landesbauernverband. BilSE-Sektionsleiterin Britta Ender: „Flankierend unterstützt das Agrarministerium die Organisation und inhaltliche Arbeit des Netzwerkes und der Azubi-Praktika."
Das EU-Projekt „Leonardo da Vinci" (Partnerschaften) wird vom BilSE-Institut. koordiniert. Es ist Teil des so genannten Evanet. Dieses Netzwerk entstand vor fünf Jahren. Es bündelt die Zusammenarbeit von MV mit europäischen Partnerländern. Der Fokus liegt seitdem auf der Integration des Themas Internationalität auch in Prozesse der Berufsausbildung und der Organisation von Azubi-Praktika in den Partnerländern. Die gestrige Konferenz habe nachgewiesen, so BilSE-Sektionsleiterin Britta Ender, dass sich Evanet etabliert hat. Weitere Partner aus Österreich und England wollen dem Netzwerk beitreten. Ender: „Und vor einigen Tagen erhielt das BilSE-Institut den Zuschlag für zwei weitere Mobilitätsprojekte. Eines richtet sich an Auszubildende und das andere an junge Fachkräfte in der Agrarwirtschaft." Die praktische Zusammenarbeit gehe also in die nächste Phase, so Ender.
Quelle: Güstrower Anzeiger (22.05.2012)
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